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WEBKATALOG FÜR UNTERNEHMENSVERKÄUFE

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FIRMA VERKAUFEN? UNTERNEHHMENSWERT ERMITTELN

Wenn ein Unternehmen verkauft werden soll, muss ein Preis dafür ermittelt werden. Dafür gibt es keine festgeschriebene Vorgehensweise. Der Verkäufer hat in der Regel ganz andere Vorstellungen vom Wert seines Unternehmens als der Käufer. Somit kommt es beim Ermitteln des Unternehmenswerts ganz auf das Verfahren und den Vermittler an. Der Wert des Unternehmens kann deshalb nicht immer mit dem Verkaufs-Preis des Unternehmens übereinstimmen. Aus dem Unternehmenswert kann ein Kauf oder Angebotspreis abgeleitet werden. Allerdings muss der Unternehmenswert weder dem Preis des Unternehmens noch dem Marktwert entsprechen!

Berechnung des Unternehmenswerts: Einen objektiven Unternehmenswert gibt es nicht. Die Inhaber berücksichtigen bei der Berechnung des Werts ihre eigene Arbeit, die sie in das Unternehmen investiert haben, dies zählt für den Käufer meist nicht oder nur sehr wenig. Wird von Marine Project eine Berechnung durchgeführt, so müssen wir verschiedene Aspekte berücksichtigen, um einen möglichst marktgerechten Wert zu erhalten.

Wir nutzen zwei gängige Verfahren für die Wertermittlung:
1. Ertragswert-Verfahren: Das Ertragswertverfahren berücksichtigt, was mit einem Unternehmen in der Zukunft verdient werden kann. Für die Berechnung werden die Erträge mit dem Kapitalisierungszinssatz dividiert. Der Zinssatz selbst berücksichtigt mögliche Zinsen für eine herkömmliche Geldanlage sowie einem Aufschlag für das unternehmerische Risiko, das mit der Geldanlage verbunden ist. Der Zinssatz orientiert sich an einer möglichen Geldanlage, die der Käufer anstelle des Firmenkaufs in Anspruch nehmen könnte.

2. Ebit-Verfahren: Bei diesem Wertermittlungsverfahren für Unternehmen wird der Jahresgewinn (Ebit) mit einem speziellen Faktor multipliziert. Der Faktor wird auf die jeweilige Branche sowie die Verschuldung des Unternehmens bezogen. Erzielt ein Unternehmen einen Jahresreinertrag von 50.000 Euro und der Faktor liegt bei 4, wäre der Unternehmenswert nach dem Ebit-Verfahren bei 200.000 Euro.

Weitere Faktoren: Aufstellen einer Prognose. Vor allem beim Ertragswertverfahren muss eine plausible Prognose zur Ertragsentwicklung aufgestellt werden. Hierbei werden sowohl Chancen als auch Risiken des Unternehmens, der Branche oder der angebotenen Produkte berücksichtigt. Investitions- und Umsatzplanung. Berücksichtigt werden beim Ertragswertverfahren zum Beispiel auch die möglichen Entwicklungen von Umsatzzahlen oder Investitionskosten über die folgenden fünf Jahre. Art der Unternehmensführung. Bei der Berücksichtigung des Unternehmenswerts spielt es eine wichtige Rolle, wir abhängig das Unternehmen von der Führung ist. So wird für Käufer zum Beispiel sichergestellt, dass die gekaufte Firma nach einem Inhaberwechsel problemlos weiterläuft. Art der Produkte und Dienstleistungen. In diesem Fall wird geprüft, wie die Marktstellung des Angebots ist. Je höher das Alleinstellungsmerkmal der Produkte und Dienstleistungen, desto höher ist in der Regel der Unternehmenswert. Umfang des Kundenstamm. Ein solider Kundenstamm mit einer angemessenen Wachstumsrate kann den Wert eines Unternehmens deutlich steigern.

Beispiel zur Berechnung des Unternehmenswerts: Ein Investor möchte ein Unternehmen kaufen, dessen nachhaltiger Ertrag bei 350.000 Euro liegt. Die beiden Geschäftsführer erhalten pro Jahr einen Lohn von 100.000 Euro. Sie geben eine mögliche Kapitalverzinsung von 15 Prozent an. Somit müssen die Verkäufer berechnen, wie viel Kapital ein Investor mitbringen müsste, um bei einer Verzinsung von 15 Prozent 250.000 Euro Rendite zu erzielen.

Die Berechnung leitet sich aus der Zinsformel „Zinsen = Kapital × (Zinssatz ÷ 100)“ ab.
Sie sieht so aus: Kapital = Zinsbetrag ÷ (Zinssatz ÷ 100)
 Kapital = 250.000 ÷ (15 ÷ 100) = 1,66 Millionen
In diesem Fall läge der Unternehmenswert nach dem Ertragswertverfahren bei 1,66 Millionen Euro, wenn der Käufer von einer Verzinsung von 15 Prozent ausgeht.

Der Substanzwert zur Wertermittlung: Unternehmen können anhand des Substanzwerts klassifiziert werden. Bei diesem Ansatz wird davon ausgegangen, wie viel Kapital nötig wäre, um das bestehende Unternehmen genau so noch einmal zu schaffen. Hierfür wird der aktuelle Verkehrswert von materiellen, immateriellen sowie betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenständen ermittelt. Davon werden Schulen oder Verbindlichkeiten des Unternehmens subtrahiert.
Für Schwierigkeiten sorgt bei der Berechnung des Substanzwerts in der Regel die Ermittlung von immateriellen Werten. Aus diesem Grund werden in der Praxis meist nur die materiellen Vermögensgegenstände berücksichtigt.

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